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Wenn du einen Lenkdrachen in starkem Wind fliegen möchtest, mußt du in irgend einer Weise den Zug und die Geschwindigkeit reduzieren. Dies gilt besonders für das Wettbewerbsfliegen: um Pflichtfiguren exakt fliegen zu können, muß der Drachen langsam fliegen. Beim Ballett wiederum sollte der Drachen immer in der gleichen Geschwindigkeit fliegen, unabhängig davon, wie stark der Wind ist. Das bedeutet, daß du die Geschwindigkeit des Drachen in starkem Wind abbremsen mußt.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten Zug und Tempo des Drachens zu vermindern.
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Brakes sind zwei Dreiecke aus Gaze, die zwischen der unteren Spreize und Segel fixiert werden. Du kannst sie zwischen Mittelkreuz und Standoffs anbringen (1.), zwischen Standoff und Spitze (2.). Bei welcher Methode du die beste Wirkung erzielst, hängt vom Drachentyp ab. Manchmal werden sie auch auf der Rückseite des Drachens, zwischen den beiden Standoffs, befestigt (3.)

Eine neuere Methode zur Anbringung der Brakes ist zwischen Standoffs und Drachenschwanz. Diese Brakes kann man auch aus Spinnacker fertigen. Allerdings muß man bei dieser Befstigungsvariante meist die Waage etwas flacher stellen (nach oben hin verschieben).
Nappies sind Gazestreifen, die zwischen den Waagepunkten und der Lenkleine befestigt werden. In den meisten Fällen ist diese Art der Starkwindhilfe sehr wirksam (abhängig vom Drachentyp). Der Zug nimmt ab und der Drachen wird langsamer. Der Nachteil liegt in der Gefahr, daß sich die Nappies mit irgendeinem Teil des Drachens verhängen können, was besonders beim Trickfliegen unangenehm werden kann.
Mit verschieden breiten Streifen kannst du den Drachen an verschiedene Windgeschwindigkeiten anpassen.

Venst sind Teile aus Gaze, die in das Drachensegel eingenäht werden. Je nach Plazierung der Vents wird der Zug und/oder die Geschwindigkeit vermindert.
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Brakes:
Schneide aus Gaze zwei Dreiecke,. Wenn du sie zwischen Standoff und Mittelkreuz fixieren willst, hat die Seite a die Länge der Standoffs, b ist die Strecke Standoffs - Mittelkreuz. Zwischen a und b soll ein rechter Winkel (90°) sein.
Wenn du die Brakes zwischen Standoff und Drachenschwanz frixieren willst, ist b die Strecke von Standoff zur Splitkappe des Schwanzes.

1. Schneide 2 cm breite Streifen aus Dacron (62 g Spinnacker), die Länge soll für die Seiten des Dreiecks ausreichen.
2. Falte die Streifen der Länge nach.
3. Fasse die Gazedreiecke an den beiden längeren Seiten mit den gefalteten Streifen ein.
4. Nähe sie mit Zickzack- Stich fest.
5. Auf der Seite a nähe eine Stabtasche aus einem 3cm breiten, gefalteten Dacronstreifen. Hier werden dann die Standoffs durchgeschoben.
6. Nähe eine Gummischlaufe an die Spitze des Dreiecks. Sie wird später am Mittelkreuz befestigt.
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Nappies:
Die Ausmaße der Nappies hängen vom verwendeten Drachen und der Windstärke ab. Normalerweise wirst du mit 15 cm breiten Nappies auskommen, du kannst aber zwischen ca 7 - 25 cm variieren.
Die Länge der Nappies hängt vom Abstand der Waagepunkte ab. Sie sollte etwas größer als der Abstand der Waagepunkte zueinander sein. Du solltest mit verschieden großen Nappies experimentieren, um die besten Ergebnisse für deinen Drachen zu erhalten.

1. Schneide 2cm breite Streifen aus Dacron ( 62g Spinnacker) in der doppelten Länge der Seite b.
2. Falte die Streifen der Länge nach.
3. Fasse die Gaze mit den Streifen an den beiden Längsseiten ein (Zickzack- Stich).
4. An den Seiten a nähe ein Stück Schnur mit den Taschen mit.
5. Mache eine Schlaufe an einer Seite der Schnur, einen Knoten auf der anderen.
6. Fixiere das Nappy mit den Schlaufen an den Waagepunkten, an den Knoten fixiere die Lenkleinen (jeweils mit Buchtknoten.
Nun kannst du auch bei starkem Wind mit viel Vergnügen fliegen.
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Vents:
Erst einmal mußt du entscheiden, wo du die Gazeteile ins Segel nähen willst. Die Plazierung der Vents und ihre Wirkung ist vom jeweiligen Drachentyp abhängig. Generell kann man jedoch sagen, daß Vents in der Nähe des Tunnels (Linie von Standoff zur Spitze) das Tempo mehr reduzieren als den Zug. Vents in der Nähe der Leitkante wirken sich deutlicher auf Zugverminderung aus als auf Temporeduktion. Du mußt ein wenig experimentieren, um ein ausgewogenes Ergebnis zu bekommen.
Hier sind einige Beispiele einer günstigen Plazierung von Vents:

Es gibt verschiedene Methoden, die Gaze einzunähen:
Lege die Gaze über das Spinnacker (ca 5 mm überlapend, rechte Seite nach oben) und nähe es mit Zickzack- Stichen aufeinander. Danach nähe einen 5mm breiten Spinnackerstreifen über die überstehende Gaze, um einen sauberen Saum zu erhalten.

1. Lege Spinnacker und Gaze rechts auf rechts übereinander und nähe es mit Zickzack- Stichen.
2. Falte die beiden Lagen auseinander, lege einen 5mm breiten Spinnackerstreifen über die Gaze und nähe nochmals mit Zickzack- Stich darüber.

1. Nähe Spinnacker und Gaze rechts auf rechts, wobie du das Spinnackernylon ca 1,5 cm über die Gaze hinausragen läßt.
2. Falte die Lagen auseinander und lege das überstehende Spinnackernylon doppelt nach innen gefaltet über die Gaze.
3. Nähe alles mit Zickzack- Stich zusammen.

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