Das Wiener Herbstdrachenfest 1997

11.+12.10.1997, Wiener Donauinsel/Floridsdorfer Brücke


Sehr viel zu berichten habe ich nicht, da ich nur am ersten Tag am Fest war. Am Sonntag regnete es leider und ich zog es vor, zu Hause zu bleiben. Das Wetter am Samstag war sehr windig und kühl. Obwohl es zeitweise bereits stark nach Regen aussah, war das Publikumsinteresse groß.
Hätte ich gewußt, daß der Sonntag ins Wasser fällt, dann hätte ich mit den Fotos nicht so gespart.
Dank der freundlichen Hilfe von Ernst KoflAIR von den Kite-O-Holix kann ich Euch nun aber endlich auch ein paar Standbilder meiner Videoaufnahmen nachliefern.
Mein Angebot, nicht mehr benötigte PC-Video-Hardware kostenlos zu übernehmen, gilt aber nach wie vor... :-)
Übrigens: Sämtliche Bilder auf dieser Seite kann man anklicken, um sie in voller Größe zu betrachten. Aber Achtung, die Originale sind 20-100kB groß!


Kabrt-Schraubine Leinenschmuck
Eine riesige "Kabrt-Schraubine" drehte sich während des ganzen Festes hoch über unseren Köpfen unermüdlich im Wind und wies den Besuchern den richtigen Weg.

Twin and Legs Zwillinge
Ein Paar farbenfroher "Legs" tanzt zum Rhythmus des Windes. Dahinter hat sich ein Vierleiner namens "Twin" dazugesellt. An dem Einleiner, der sich frech dazwischendrängt, kann man die Windstärke an diesem Samstag abschätzen.

Legs and Edo Fernöstliches
Die Legs bekommen Besuch von einem "Edo". Auf diesem Bild kann man seine wahre Größe noch nicht richtig erkennen, aber die nächsten beiden Fotos zeigen zwei der vielen Mini-Edos von Manfred Klejna aus Wien in Nahaufnahme.

Edo close-up Another beautiful Edo Ich hatte echte Probleme mit dem Macro-Bereich der Kamera! Auf dem rechten Bild (das leider etwas unscharf ist, weil der Autofocus sich auf die Leine einstellte) hält der Meister persönlich eines seiner Werke vor das Objektiv. Diese Drachen sind nicht größer als etwa 25-30cm.
Manfred fertigt sie nach Art der Originale aus hangeschöpftem Papier und gespaltenem Bambus, das aus den Dachstühlen alter chinesischer Häuser stammt. Die Motive malt er nach Originalvorlagen mit Erdfarben auf. Aus meinem Gespräch mit ihm ging hervor, daß er sich mit der tieferen Bedeutung der Motive eingehend auseinandersetzt ("Jeder Drachen erzählt eine eigene Geschichte") und über umfangreiches Wissen der traditionellen fernöstlichen Drachenkultur verfügt. Ein wahrer Meister seines Faches eben. Übrigens: An einem Edo dieser Größe arbeitet er nach eigener Angabe etwa einen Tag.

Psycho and a 4liner endlich benannt
Der Vierleiner in Bildmitte heißt Vision und ist in Wien eher selten zu sehen. Man sagt ihm nach, daß er wegen seiner Bauart trotz Vierleiner-Steuerung auch etwas Zweileiner-Eigenschaften aufweist. Somit soll er besonders für Piloten geeignet sein, die ihre Zweileinergewohnheiten beim Lenken einfach nicht ablegen können. Der daneben geparkte Zweileiner hat seinen Namen groß auf dem Segel aufgedruckt. So muß man mich nicht immer wieder daran erinnern, wie beim Vision :-) Danke an alle Leser dieser Seite, die mir den Namen des Vierleiners mitgeteilt haben!

Parndorfer Cody Blickfang
Schon als Tradition auf den Wiener Drachenfesten kann man den "Cody" des Drachenvereins Parndorf bezeichnen. Wie immer sorgte er mit seiner imposanten Größe für reges Interesse bei Fachleuten und Publikum. Einer der Höhepunkte bei den Festen ist der Start des Monsters unter Einsatz mehrerer kräftiger Helfer. Leider konnte er sich heuer keinen dauerhaften Platz in der Luft sichern, sodaß man umsomehr Gelegenheit hatte ihn aus nächster Nähe zu bestaunen. Hier hatte ich keine Probleme mit dem Macro-Bereich der Kamera! :-)


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